Sonntag, 29. Dezember 2013

Die Katze im Diktator-Look

Die spinnen, die Briten, denn.sie haben so manchen skurillen Tick. Einer dieser Ticks ist es, dass sie voll auf Hitler und seine Wahlverwandten abfahren. Hitler erscheint ihnen immer wieder in verschiedenen Wiederkehrungen.

Die Katze Poppy (6) aus Sevenoaks in der Grafschaft Kent ist die neueste Hitler-Entdeckung der Briten. Dieser Scheitel, dieser Schnurrbart, dieser Blick: Diese Katze sieht doch aus wie Adolf Hitler. „Als mir die Ähnlichkeit bewusst wurde, gab es kein Entkommen mehr. Jetzt erkennen wir jedes Mal Hitler, wenn wir unsere Katze anschauen“, erzählt das Poppy-Frauchen weiter.

Poppy ist wegen der Ähnlichkeit zum deutschen Diktator in Kent schon zur Berühmtheit geworden. Eigentlich ist Poppy eine ganz normale Katze. Doch wenn sie durch die Straßen von Sevenoaks, ein paar Kilometer südlich von London, tapst, drehen sich die Köpfe nach ihr um.

„Es ist wirklich ungünstig, daß sie so aussieht“, sagt die Besitzerin Kate Magee über ihre Hauskatze im Diktator-Look. Magee und ihren beiden Töchtern Anna (17) und Katherine (10) hätten Nachbarn und Anwohner dabei beobachtet, wie sie Fotos der sechsjährigen Poppy machten. „Wir wussten nicht wieso und haben uns gewundert“, sagte die Besitzerin.

Erst ihr Pfarrer öffnete Kate die Augen: „Ich habe unserem Pfarrer erzählt, dass Poppy so beliebt ist, und er sagte nur: ,Deine Katze sieht aus wie Hitler'“. „Als mir die Ähnlichkeit bewusst wurde, gab es kein Entkommen mehr. Jetzt erkennen wir jedes Mal Hitler, wenn wir unsere Katze anschauen“, erzählt das Poppy-Frauchen weiter.

Freitag, 27. Dezember 2013

"Das Gespenst" von Herbert Achternbusch



Der deutsche Filmemacher Herbert Achternbusch inszenierte im Jahr 1982 die religionskritische Tragikomödie "Das Gespenst". Dieser Film gilt als ein Meisterwerk des bayerischen Kinos und beeindruckt durch seine in Satire verwandelte religiöse Geschichte.

Achternbuschs "Gespenst" zeigt, wie Jesus Christus in einem bayerischen Kloster vom Kreuz steigt, um mit einer jungen Ordensoberin zu schlafen. In einem Kloster in München verlässt ein Christuskorpus seinen angestammten Platz am Kreuz und beginnt durch die Räume der Örtlichkeit zu wandeln. Der Heiland landet im Bett der Oberin, die sich nun vor Probleme gestellt sieht.

Fürs Erste bringt sie ihn als Ober im klostereigenen Schankraum unter. Bald hat er zwei dort verkehrende Polizisten untersten Niveaus zu bewirten. Nachdem die beiden ihren eigenen Dienstwaffen zum Opfer gefallen sind, steht ein romantisches Picknick von Oberin und Ober an.

Dem Provokateur und Avantgardisten Herbert Achternbusch ist mit "Das Gespenst" eine herrlich satirische Tragikomödie gelungen. Der tragikomische Film trug ihm jedoch Blasphemie-Vorwürfe ein. Diese Vorwürfe gegen seinen Film lösten 1982 einen handfesten Skandal aus. Konservativ-kirchliche wie -politische Kreise kritisierten den satirischen »Jesusfilm«.

Weblinks:

Das Gespenst
Das Gespenst


Passionierter Querulant - Herbert Achternbusch zum 75. - 3 Sat - www.kulturzeit.de
„Ich mache gar nix mehr“ - Herbert Achternbusch zum 75. Geburtstag -
www.abendzeitung-muenchen.de

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Der Boxing-Day in England

Der zweite Weihnachtsfeiertag wird in England Boxing-Day (übersetzt: Geschenkschachtel-Tag) genannt, weil das geschenkte Geld traditionell in eine kleine Box gelegt wird, um es zu sparen.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachtsgeschichte um den alten Geizkragen Scrooge

Mister Scrooge

Charles Dickens schrieb kurz vor Weihnachten den Roman um einen alten Geizhals unter dem Namen "A Christmas Carol". Es ist wohl eine der bekanntesten Weihnachtsgeschichten der Welt. "Humbug!" - Als solchen bezeichnet Geschäftsmann Ebenezer Scrooge Weihnachten. Es ist Heiligabend gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Wie jedes Jahr schlägt Scrooge die Einladung seines Neffen zum Weihnachtsessen aus, bezichtigt seinen treuen Mitarbeiter der Faulheit und weigert sich, den Armen an den Feiertagen Geld zu spenden.

Mister Scrooge wird erst zu einem anderen Menschen, als der Geist seines verstorbenen Partners Marley ihm in drei Visionen zeigt, was aus ihm werden wird, wenn er sein Verhalten nicht ändert. Dieser in schweren Ketten liegende Mann rät Scrooge, dringend sein Leben zu ändern: Wenn er weiterhin so kaltherzig und geizig bliebe, würde er nach dem Tod dafür büßen und kündigt ihm drei weitere Geister an. Sie zeigen ihm Bilder der vergangenen, gegenwärtigen und kommenden Weihnacht - in der er, Scrooge, bereits nicht mehr lebt.

Als Scrooge am nächsten Morgen aufwacht, ist er wie verwandelt: er stürzt auf die Straße, kauft einen großen Truthahn für seinen Mitarbeiter und dessen Familie, nimmt die Einladung seines Neffen zum Weihnachtsessen an und spendet eine großzügige Summe für die Armen. Nach einer seltsamen Verwandlung wie durch Geisterhand ist er zu Weihnachten zu einem liebenswerten Unterstützer der Armen geworden.

Diese rührende satirische Weihnachtsgeschichte enthält stark sozialkritische Töne mit denen Dickens die Missstände in England im 19. Jahrhunderts anprangern wollte. Charles Dickens schrieb Weihnachtsgeschichten wie diesen Roman unter dem Namen "A Christmas Carol" ab 1843 in England in einer Zeit großer sozialer Probleme und Ungerechtigkeiten in England und Europa. Die satirische Anprangerung sozialer Missstände machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einem der beliebtesten Romanciers der Weltliteratur.

Literatur:

Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens
Eine Weihnachtsgeschichte
von Charles Dickens

Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens
Eine Weihnachtsgeschichte
von Charles Dickens

Freitag, 20. Dezember 2013

Summ, summ, summ, Drohnchen summ herum

Paket Drohne

Wenn es am vorweihnachtlichen Himmel summt und brummt, sind das nicht etwa fleißigen Bienen im winteRlichen Schwenkflug, sondern Drohnen vom Internet-Dienstleister »Amadrohn«. Alles was da so über den Häusern summt und brummt, kann nur von »Amadrohn« sein, das den fleißigen Bienen Konkurrenz machen will.

Bevor »Amadrohn« die Drohnen für ihre Paketflüge entdeckte, waren Drohnen faul und dumm und zu fast nichts nutze: sie hatten nur zwei Flügel und nur einmal in der Saison was zu tun mit der Bienenkönigin, jetzt haben sie sogar acht Propeller, und sie kommen direkt aus Amazonien.
Schon heisst es im drohnenbetäubten Volksmund:

»Liebe Kinder, habt Acht, Amadrohn
hat Euch etwas mitgebracht.«

Schau, da kommt sie daher, und schwebt hernieder, gleich klinkt sie unser gelbes Kästchen aus, mit unserer geliebten und sehnlich erwarteten Bücherkiste. Und es wird auch darüber natürlich neue kanonische Kinderlieder geben, bei denen das Herz ganz warm wird.

»Summ, summ, summ, Drohnchen summ herum, ei, du tust uns nichts zu leide, flieg nun aus in Wald und Heide, Drohnchen summ herum.«

Donnerstag, 19. Dezember 2013

»Wir wollen mehr Bürokratie wagen!«

Die erste Regierungserklärung der Koalition ist mit folgendem Leitspruch versehen,
auf den sich die Parteien nach zähem Ringen gerade noch einigen konnten:

»Wir wollen mehr Bürokratie wagen!«
Endlich hat es mal jemand ausgesprochen. - Die Regierung bringt damit zum Ausdruck, dass sie die Bürokratie noch weiter ausbauen möchte. Die Regierungserklärung liefert einen Vorgeschmack auf die nächsten vier Jahre Regierungsarbeit.

Nur Bürokraten haben die Zeit und Muße, sich derart gründlich um Fragen des öffentlichen Lebens zu kümmern. Wir können dankbar sein. Die Regierung weiß: ohne Bürokratie gäbe es wohl einige Millionen Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger mehr. Dagegen muß etwas getan werden.

Bürokratie

Das Land will bürokratisiert werden, so der Tenor der Politik. Wem die Bürokratie noch nicht genug war, der braucht sich keine Sorgen machen. Ganz so schlimm wird es nicht kommen, denn für mehr Bürokratisierung fehlt schlichtweg das Personal.

Der Arbeitsminister jedoch bastelt schon intensiv an Plänen, mit denen er die Bundesagentur für Arbeit zur neuen Superbürokratisierungsbehörde für Soziales machen will.

Schon hat sich ein »Bürgerforum für Bürokratie im Alltag« gegründet. Diese will dort einspringen, wo das Personal für mehr Bürokratie fehlt und dringend benötigt wird.
Doch steht die Bürokratie ein keinem guten Ruf:


»Bürokratie ist die
schlechteste aller Staatsformen,
ausgenommen alle anderen.«

Weblink:

Bürokratie- Zitate - Zitate-Portal www.die-zitate.de

Montag, 16. Dezember 2013

Große Koalition: Wer ist Koch und wer Kellner?

Die Große Koalition im Bund ist jetzt besiegelt. Mit dem Koalitionsvertrag ist festgelegt, was auf den Tisch kommt. Das Menü ist bestellt und darf zubereitet werden.
Schon darf auch aufgetischt werden.

Doch die wichtigste Frage ist weiter ungeklärt. Wer ist Koch und wer ist Kellner? Wer kocht und wer darf auftischen? Die politische Küche muss noch bestellt werden.

Natürlich wollen alle lieber kochen statt dröge zu kellnern, aber ein Restaurant ohne Kellner gibt es nun mal nicht. Obwohl manche glauben, sie könnten sowieso alles, müssen doch einige den Kellner für die hungernde Kundschaft spielen.

Dazu sagte Gabriel: »Eine Regierung ist kein Restaurant.«
Horst Seehofer selbstbewusst und mit breiter Brust:

»Die CSU ist sowieso das ganze Restaurant.« Will er etwa den Laden schmeissen?
Üppige Menüs wird es in diesem Restaurant keine geben. Eines steht auch schon fest »Schmalhans ist Küchenmeister.«