Samstag, 29. August 2015

Münchner Flughafen »Franz Josef Strauß« muss seinen Namen büßen

Der Münchner Flughafen »Franz Josef Strauß« muss nun seinen Namen büßen. Der  «Franz Josef Strauß«-Flughafen heißt nun Uli Hoeness-Airport.

Die bayerische CSU-Landesregierung reagiert auf die vollkommen überraschenden Schmiergeld-Enthüllungen über Franz Josef Strauß: Der Münchner Flughafen trägt ab sofort einen neuen Namen.

»Bayern könne es sich nicht länger leisten, seinen Flughafen nach einem korrupten Politiker zu benennen«, sagte ein hohes Regierungsmitglied, denn dann bekäme der Gast auf dem Flughafen womöglich ein ungutes Gefühl. »Die Umbenennung sei ganz im Sinne der Landsregierung«, so der Beamte.

Auch die CSU zeigt sich einsichtig: In München landet man künftig nicht mehr auf einem Flughafen mit kriminellen Namenskonnotationen. Der Münchner Flughafen trägt ab sofort einen neuen Namen: er soll nach Uli Hoeness unbenannt werden.

»Sommerloch-Geschichten - Tiere spielen oft die Hauptrolle

In den Sommermonaten geistern alle Jahre wieder die sogenannten »Sommerloch-Geschichten« durch die Medien. Häufig sind die Meldungen kurios, oft belanglos und meist spielen Tiere die Hauptrolle bei diesen seichten Geschichten.

Häufig sind es Tiere, die über Tage hinweg die Schlagzeilen im Sommer bestimmen. So sorgte eine Echse namens "Klausi" in den vergangenen Wochen für deutschlandweiten Medienrummel, weil sie fälschlicherweise für ein Krokodil gehalten wurde. Oder ein gefährlicher Killerkarpfen namens "Kuno" machte einen Teich unsicher.

Eine weitere skurrile Liebschaft sorgte im Sommer 2009 für Schlagzeilen. Brillenpinguin Sandy aus dem Allwetterzoo in Münster verliebte sich unsterblich in ihren Tierpfleger - und ganz Deutschland schaute zu.

Eine weitere tierische Sommerloch-Geschichte folgte im Jahr 2006, als der als "Problembär" bekannt gewordene Braunbär Bruno mehrere Wochen lang durch das bayerisch-österreichische Grenzgebiet wanderte. Von der bayerischen Regierung als Bedrohung eingestuft, überlebte Bruno seinen Ausflug über die deutsche Landesgrenze nicht.

Weblink:

Pinkel-Prinz und Killerwels: Die besten Sommerloch-Geschichten - www.ka-news.de

Brechts Dreigroschenoper als Parabel auf die Wirtschaftskrise

Bertolt Brecht


Brechts bekanntestes Stück ist die Bearbeitung von John Gays »Beggar's Opera« (1728), aus der die »Dreigroschenoper« enstand. Mit dem Musical der »Dreigroschenoper« feierte der Stückeschreiber 1928 Premiere.

Bertolt Brechts »Dreigroschenoper« ist das weltweit wohl populärste deutsche Theaterstück des Zwanzigsten Jahrhunderts. Schon nach seiner Uraufführung im Berlin des Jahres 1928 pfiffen die krisengebeutelten Berliner auf der Straße die Melodien von Kurt Weill, die »Moritat von Mackie Messer« oder das »Lied der Seeräuber Jenny«.

Berühmt sind mittlerweile auch Mackies Abschiedsworte:
„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" -

Bertolt Brecht


Brechts »Dreigroschenoper« lässt sich als Parabel auf die Wirtschaftskrise lesen. Der »Dreigroschenoper« gelang es, die weltweiten sozialen und ökonomischen Zerfallsprozesse des Zwanzigsten Jahrhunderts exemplarisch und dabei bitterböse unterhaltsam in Szene zu setzen. Der Brechtsche Aphorismus gilt auch heute noch und hat in der Wirtschaftskrise an Aktualität gewonnen.

Mittwoch, 19. August 2015

In Nordkorea gehen die Uhren anders

Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un hat seinem Land eine neue Standardzeit verordnet. In Nordkorea gehen die Uhren anders, denn Nordkorea führt eine neue Standardzeit ein. Die „Pjöngjang-Zeit“ soll vom 15. August an für den gesamten Staat gelten. Südkorea hingegen bleibt bei der alten Zeit und fürchtet Verwirrungen im beiderseitigen Austausch.

Nordkorea führt seine eigene Zeitzone ein und stellt seine Uhren auf Dauer um 30 Minuten zurück. Dies gilt ab 15. August, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag berichtete. Damit solle ein Vermächtnis der japanischen Fremdherrschaft beseitigt werden. Künftig gilt also in Nordkorea eine andere Zeit als in dem auf derselben Halbinsel gelegenen Südkorea.

Derzeit ist die örtliche Zeit in Nord- und Südkorea die gleiche wie in Japan, sieben Stunden vor der Mitteleuropäischen Sommerzeit. Sie wurde während der japanischen Besatzung der koreanischen Halbinsel von 1910 bis 1945 eingeführt. Die Umstellung auf „Pjöngjang-Zeit“ kommt nun anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung Koreas.

„Die niederträchtigen japanischen Imperialisten verübten solch unverzeihliche Verbrechen, wie Korea sogar seine Standardzeit abzuerkennen und gleichzeitig gnadenlos das Land mit seiner 5000-jährigen Geschichte und Kultur niederzutrampeln und die unerhörte Politik der Vernichtung der koreanischen Nation zu verfolgen“, hieß es in der Meldung der staatliche Nachrichtenagentur.

Freitag, 14. August 2015

Monster-Alarm an einem Badesee im Allgäu

Nun hat der Sommer doch noch seine bissige Sommerloch-Tiergeschichte, die diesmal in einem Weiher im Allgäu stattfindet. Der Oggenrieder Weiher, 10.000 Quadratmeter groß und bis zu acht Meter tief, liegt in idyllischer Lage zwischen Wald und Wiesen in einem Tal. Der Weiher ist ein beliebter Badesee, doch nun sorgt eine Alligator-Schildkröte für Aufsehen.

Alligatorschildkröte vom Oggenrieder Weiher

Nachdem eine Alligator-Schildkröte in dem Weiher bei Irsee einen Jungen in den Fuß gebissen hatte,
verschwand sie spurlos im See und tauchte nicht wieder auf. Die Suche nach der Schildkröte in dem Weiher blieb vergeblich.

Die Feuerwehr hat am Sonntag die Suche nach dem bissigen Reptil fortgesetzt, sogar das Wasser des Sees wurde abgelassen. Der Weiher wurde mit aller Gründlichkeit von der Feuerwehr abgelassen, doch was am Grunde des Sees nicht auftauchte, war die Schildkröte. Das Tier ließ sich auch bis zum Abend nicht blicken. Möglicherweise habe es sich im Schlamm vergraben, hieß es.


Teenager gaben dem bissigen Reptil inzwischen einen Namen: „Lotti“ heißt die Schildkröte, wie auf Pappschildern am Seeufer zu lesen ist.

Denkwürdigkeiten: Aus meinem LebenMänner und Frauen passen einfach nicht zusammenDas Ringelnatz-LesebuchSämtliche GedichteHoraz Satiren

Seitdem die Alligatorschildkröte den Jungen in den Fuß gebissen hat, ist in der Gemeinde Irsee ist nichts mehr, wie es war. Die gefährliche Bestie „Lotti“ ist auf der Flucht und das Jagdfieber ist ausgebrochen. Doch der Bürgermeister Andreas Lieb gibt sich kämpferisch: „Ich bin mir sicher, dass wir die Schildkröte erwischen.“

Nun haben alle im Ort Angst vor der bissigen Schnappschildkröte „Lotti“, die durch ihr Verschwinden weiter für Aufregung sorgt. Der Bürgermeister geht lieber kein Risiko ein. „Mei, ich hoffe, dass wir das Viech finden, furchtbar, wenn das nochmal zubeißt.“ „Lotti“ erinnert ihn an das Ungeheuer von Loch Ness. Obwohl: Da gab’s zwar ein Ungeheuer, aber keinen Verletzten. „Wir haben einen Verletzten, aber kein Ungeheuer“, sagt der Bürgermeister.

Bis die Schildkröte gefunden ist, darf niemand mehr in dem Weiher baden. Das Wasser ist am Samstag aus dem Badesee abgelassen worden. Vielleicht, so hofft Bürgermeister Lieb, kommt er so dem Rätsel um „Lotti“ buchstäblich auf den Grund.

Weblinks:

Oggenrieder Weiher: Monster-Jagd am Badesee - www.abendzeitung-muenchen.de

Das Ungeheuer von Sommer-Loch-Ness - BZ Berlin www.bz-berlin.de

Donnerstag, 13. August 2015

Die „Landesverrat“-Affäre ist ein klassisches Schurkenstück

Die „Landesverrat“-Affäre bietet dises mal ein Schurkenstück Shakespeare'schen Audmaßes als klassisches Sommertheater. Geboten wird ein Schurkenstück um amtliche Verfehlungen, also alles andere als eine seichte Farce. Im Mittelpunkt des Stücks steht mit Generalbundesanwalt Harald Range ein ranghoher Beamter, der einem abgefeimten Schurken auf den Leim geht.

Und wie in jedem Schurkenstück bleibt aber der wirkliche Schurke diskret im Hintergrund: im Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), während der Generalbundesanwalt in Karlsruhe noch hilflos im Netz des Schurken zappelte, aber dann vom Bundesjustizminister Heiko Maas im letzten Akt mit einem Schlag befreit und in den Ruhestand geschickt wurde.

In diesem Sommertheater wird ein Schurkenstück gegeben. Die „Landesverrat“-Affäre bietet dieses mal ein Schurkenstück Shakespeareschen Ausmaßes als klassisches Sommertheater - alles andere als eine seichte Unterhaltung.
So viel Schurkerei war selten: Der zweitletzte Akt im Schurkenstück hatte durchaus Sommertheater-Niveau: Der politische Beamte Harald Range trat später die Presse, um seinen Vorgesetzten – Justizminister Maas – brutalstmöglich zu attackieren. Wörtlich: „Auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen, weil deren mögliches Ergebnis politisch nicht opportun erscheint, ist ein unerträglicher Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz.“

Der Generalbundesanwalt dürfte sich zu seinem Harakir-Auftritt entschlossen haben, weil er sich vom Schurken im Hintergrund in eine Sackgasse getrieben sah. Das BfV unter seinem Präsidenten Hans-Georg Maaßen lockte die Bundesanwaltschaft im Frühjahr auf eine rechtliche Leim- und Schleimspur:

Zwei Veröffentlichungen im Blog netzpolitik.org sollten nach Maaßen den Tatbestand des Landesverrats beziehungsweise des Verrats von Staatsgeheimnissen erfüllen. Ein Hausjurist des Verfassungsschutzes lieferte dazu auf zehn Seiten ein Rechtsgutachten. Das BfV stellte Strafanzeige, die sich gegen unbekannt richtete, aber auch zwei Redakteure von netzpolitik.org namentlich erwähnte.

Als der Fall öffentlich geworden war, besaßen die Verfassungsschützer die Dreistigkeit zu bestreiten, dass sie in ihrer Strafanzeige und in ihrer Aufforderung an den Bundesanwalt, Ermittlungen einzuleiten, Namen genannt hatten. Es nicht gewesen zu sein, ist nachträglich immer der Part des Schurken im Stück.

Weblink:

Maaßen, der Strippenzieher - www.taz.de

Mittwoch, 12. August 2015

Turbulentes Sommertheater mit einem Schurkenstück um eine „Landesverrat“-Affäre

Das Sommertheater bietet dieses Jahr eine dramatische Inszenierung geradezu Shakespeare'schen Ausmaßes. Ein reichlich kurioses Stück von dramatischem Format. Das Stück ist dabei alles andere als eine seichte Farce.

Das Sommertheater bietet ein Schurkenstück und eine „Landesverrat“-Affäre. Geboten wird ein Schurkenstück um amtliche Verfehlungen, also alles andere als eine seichte Farce.

Ein oberster Verfassungsschützer wittert Landesverrat von zwei Journalisten und setzt die dramatische Handlung in Gang. Er wiegelt den obersen Staatsanwalt auf, der nun gegen die Journalisten ermitteln, obwohl der Verdacht dse Landesverrats gar nicht bewiesen ist.

Ein wild gewordener oberster Verfassungsschützer führt in einem turbulenten Sommertheater schweres Geschütz auf, indem er den schwersten zu erhebenden Vorwurf des Landsverrates ins Feld führt. Selten ging es im Sommertheater turbulenter und dramatischer zu.

Netzpolitik.org: Ausgezeichnete Landesverräter

Markus Beckedahl und Andre Meister von Netzpolitik.org erhalten die Auszeichnung


Die Blogger von Netzpolitik.org sind für ihren "Landesverrat" von höchster Stelle ausgezeichnet worden. Eine Auszeichnung für einen Landesverrat ist eigentlich ein absurder Vorgang: entweder man verurteilt den Verrat oder man zeichnet eine nutige Leistung aus.

Sie befindent sich nun in einer paradoxen Situation: Von Teilen des Staates werden sie als Landesverräter verdächtigt, andererseits bekommen sie eine Auszeichnung von höchster Stelle vom Bundespräsidenten. Zyniker mögen dies für ausgezeichneten Landeverrat halten.

Diese Auszeichnung haben sie wahrlich verdient, denn niemand sonst wie netzpolitik.org hat so hartnäckig all die kleinen Schweinerein aufgedeckt, die unsere tolle Regierung uns lieber verschwiegen hätte. Niemand sonst hat öffentlich gemacht wie intensiv an der Aushöhlung von Demokratie Freiheit und Bürgerrechten gearbeitet wird.

Weblink:

Netzpolitik.org - www.netzpolitik.org

Samstag, 8. August 2015

"Flecki" - ein entlaufener Msichlingshund sorgt für Aufsehen

Mitten im Sommerloch 2015 bangten viele mit den Besitzern von "Flecki". Der Hund machte deutschlandweit Schlagzeilen. Seinen Besitzern aus dem rheinland-pfälzischen Longuich war er Mitte Juli an dem Rastplatz bei Ulm entwischt, als sie ihn gerade anleinen wollten. Den Mischlingsrüden hatten sie aus dem Urlaub in Kroatien mitgebracht und waren auf der Heimreise. Seitdem suchte das Paar seinen Hund namens "Flecki" im nahen Wald, übernachtete an der Raststätte, bekam sogar einen Wohnwagen zur Verfügung gestellt. Auch der Tierrettungsverein UNA unterstützte die beiden schließlich, und über Facebook wurde der schwarze Hund mit dem weißen Brustfleck ebenfalls gesucht. Ab und zu wurde er gesehen, konnte aber nicht eingefangen werden.
Die Suche war bisweilen fast skurril gewesen: Manche gut meinende Helfer hätten versucht, den Rüden mit läufigen Hündinnen anzulocken. Wegen des Helfer- und Medienrummels hatten Sven und Lisa am Mittwochabend den Rastplatz an der A8 verlassen und zusammen mit den Tierrettern einen strategisch besseren Standort aufgesucht, den sie geheim hielten. Daraufhin beschwerten sich Leute, die extra zum Rastplatz fuhren, dass weder der Hund noch das wartende Pärchen zu finden seien. Hund lief viel weiter als angenommen
"Flecki" tauchte an einem Freitagabend allerdings bei einer Frau im etwa 20 Kilometer entfernten Blaubeuren im Garten auf - trotz hohem Zaun und geschlossenem Gartentor. Sie erkannte den gesuchten Hund aus Fernsehberichten. Weblink: "Flecki" etwas abgemagert, aber gesund - www.swr.de