Sonntag, 8. Januar 2012

Die Schuhe der Verachtung


Gebräuche aus der arabischen Welt halten auch in Deutschland Einzug. Araber halten aus Zeichen der Verachtung ihre Schuhe hoch und diese ist bei ihnen dann am grössten, wenn Araber ihre Schuhe auf das Objekt der Verachtung werfen.

Vor Schloss Bellevue hat eine Gruppe Demonstrierender mit Sxchuhen gegen den Bundespräsidenten protestiert und symbolisch ihre Schuhe hochgehalten, ohne sie jedoch als Wurfobjekt einzusetzen. Hunderte forderten den Rücktritt von Christian Wulff. Die protestierenden Menschen spießten Lederstiefel und Badeschlappen, Sneakers, Gummistiefel und Flipflops auf Schirme und Stöcke. Sie nutzten eine alte arabische Sitte, um ihre Verachtung zu demonstrieren.

Einer nahm es ganz genau. Eigentlich sollten die Demonstranten ja einen Schuh hochhalten, um Bundespräsident Christian Wulff damit nach arabischem Ritus ihre Ablehnung und Verachtung zu demonstrieren. Der Mann aus Charlottenburg schleppte aber am Sonnabend um 14 Uhr den Schuh mit Prothesenbein vors Schloss Bellevue.

„Wulff, zieh Leine, wir machen dir jetzt Beine“, schallte der Chor der 450 Demonstranten auf dem Spreeweg-Bürgersteig an der Ecke John-Foster-Dulles-Allee in Richtung Prachtbau. Und Beifahrer spendeten aus vorbeirollenden Oberklassewagen Applaus.

Die Demo war mit 150 Teilnehmern angemeldet, Bürgerbewegte auch auf „Facebook“ und vom Verein „Creative Lobby of Future“ hatten dazu aufgerufen.

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