Dienstag, 12. Juli 2011

Robert Gernhard-Gedichte

  • "Gesammelte Gedichte: 1954 - 2006 " von Robert Gernhardt. Gesammelte Gedichte: 1954 - 2006 In chronologischer Reihenfolge findet der Leser eine sehr umfangreiche Auswahl und auch wenn nicht jedes Gedicht gleich gehaltvoll ist und manches sicher dem Zeitgeist zum Opfer fallen wird, einige Gernhardt-Gedichte haben wirklich das Zeug zum Klassiker! "Gesammelte Gedichte: 1954 - 2006", im Oktober 2005 erschienen und auch in der Ausstattung (Leineneinband, Dünndruck-Papier) eines Klassikers würdig, versammelt Gernhardts Gedichte aus 50 Jahren (man traut seinen Augen nicht: 50 Jahre Gernhardt!): Von der Trakl-Imitation des vorwitzigen Schulbuben bis zu den K-Gedichten ist alles drin, chronologisch geordnet.

    Der Leser kann sich hier in Gernhardts Gedichten schwelgen, sich darin wälzen, aber auch nüchtern die Lücken im Regal schließen, und es gilt Heinz Erhardts Diktum "Man kann in diesem Buch auch lesen!"

    Man kann hier Gernhardts Entwicklung mit eigenen Augen und Gedanken verfolgen. Was sich bereits in den frühen Gedichten andeutet, tritt im Laufe der Jahre immer deutlicher in den Vordergrund: Gernhardt beherrscht die vielen klassischen Formen des Gedichts wie kaum ein Zweiter, und wie er mit all den verschiedenen Reimformen, Rhythmen und der Metrik spielt, das macht ihm kaum einer nach. Unversehens ist er zum Klassiker geworden.

    Alle sind sie an Bord, die lieben Bekannten, nicht nur der Nasenbär ("Der Nasenbär sprach zu der Bärin"...) und Paulus' Brief an die Apatschen. Aber Gernhardt ist nicht "nur" ein Spaßmacher; seit den "Weichen Zielen", spätestens aber seit den "Lichten Gedichten" wird der Grundton ernster, in den "K-Gedichten" schließlich geht es um die eigene Krebserkrankung. Keine Themen zum Lachen, möchte man sagen - aber bei Gernhardt weiß man auch da nie. Eine gute Pointe kommt diesem Dichter so schnell nicht aus.

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  • "Hell und Schnell: 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten" von Robert Gernhardt.

    Hell und Schnell: 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten Das komische Gedicht ist seit Jahrhunderten der deutsche Königsweg zur Hochkomik. Über Jahre hinweg haben Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer in ihren privaten Sammlungen gestöbert, in Bibliotheken recherchiert und in Archiven geforscht, um die besten komischen Gedichte in einem Band zu versammeln. Dieser Band ist ein Altarbuch des komischen Gedichtes. "555 Gedichte aus 5 Jahrhunderten" von über 200 Autoren bestanden die strenge Aufnahmeprüfung in den Palast der komischen Dichtung. In mehreren Kapiteln - genannt Räume - haben die Herausgeber Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer 555 komische Gedichte aus fünf Jahrhunderten versammelt. Seine prunkvollen Säle - Ehrenhalle, Galerie, Spiegelkabinett, Spielsalon, Konzertsaal und Wunderkammer - eröffnen einen einzigartigen Einblick in sämtliche Spielarten komischer Poesie. Wer seine prunkvollen Säle betritt, der bekommt garantierten Lesespass. Bei Amazon kaufen
  • "Reim und Zeit" von Robert Gernhardt. Reim und Zeit "Reim und Zeit", zuerst 1990 mit schmalen 80 Seiten erschienen, haben sich die Gernhardt'schen Reime mit der Zeit wie Jahresringe angelagert, eine kontinuierlich mit dem lyrischen Lebenswerk gewachsene Auswahl, die der Dichter bis zu seinem Tod 2006 jeweils selbst erweitert hat. In diesem Buch ist eine Auswahl aus den beiden letzten Gedicht-Bänden Gernhardts, aus "Die K-Gedichte" und aus "Später Spagat", enthalten, die von Almut Gehebe-Gernhardt getroffen wurde. Gernhardt hat sämtliche Gedichte aus seinem Werk zusammengetragen, die etwas mit dem Thema Zeit zu tun haben.

    In diesem Büchlein bekommt man einen Überblick über Gernhardt's Gedichte aus 30 Jahren. Komische Situationen, Befürchtungen, Vorurteile und anderes, was jeder Mensche kennt und viele betrifft, wird in straffe Reimformen verpackt, klingt zum Teil fast unsinnig und enthält doch viel Tiefe.

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  • "Wörtersee" von Robert Gernhardt. Wörtersee Robert Gernhardt ist der Großmeister des komischen Gedichtes und zudem Maler, Zeichner und Karikaturist. Robert Gernhardt lässt seine komischen Gedichte in seinem "Wörtersee" auf den Wellen des Nonsens schwimmen. "Wörtersee" ist eine Aneinanderreihung von skurrilen bis aberwitzigen Einfällen, illustrierten Reimen und Parodien auf bekannte Dichter und Kunstformen. Wer sich also respektlos behandelte Dichterfürsten und verwurstete Motive aus der Weltliteratur (meine Lieblingsstelle: "Begegnung mit einem Geist", und zwar mit dem, der stets verneint) interessiert und auch sonst Nonsens mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Gernhardt macht wirklich vor nichts halt, weswegen man hier für fast jede Lebenslage das geeignete Spottgedicht finden kann. Zu empfehlen sind zum Beispiel "Materialien zu einer Kritik der bekanntesten Gedichtform italienischen Ursprungs" (ein Schmähgedicht über Sonette in vollendeter Sonettform) für Germanistikseminare oder "Nimm und lies (die drei Berufungen des Kirchenvaters Augustin)" zur Auflockerung von Konfirmandenstunden. Das Taschenbuch aus dem Jahr 1996 bietet die ganze Palette seiner Fähigkeiten als Zeichner, Komiker und Beobachter. Zuweilen hat man den Eindruck, dass ihm keine Situation, keine Erkenntnis über das menschlich- Allzumenschliche entging. Unermüdlich strömen die Verse und Einfälle aus seiner Feder. Aus dem Nichts zaubert er Allegorien auf das Leben, und er erweist sich als unerschöpfliches Genie. Bei Amazon kaufen


  • "Im Glück und anderswo" von Robert Gernhardt.

    Im Glück und anderswo

    Robert Gernhardt ist der große gute Geist der deutschsprachigen humoristischen Dichtung. Um genau zu sein: Er ist der Einzige. Das mag wohl vor allem an der Leichtigkeit liegen, mit der Gernhardt das Banalste und Grotesk-Fatalste des Alltagslebens in lustige, hintersinnige, anspielungsreiche und formvollendete Verse verwandelt:

    Was als Gelegenheitsgedicht beginnt, endet oft als lyrische Perle. Der Autor hat die Antwort auf die Frage nach den Eigenschaften feinster Dichtung selbst in folgende Form gepresst: "Gut gefühlt/Gut gefügt/Gut gedacht/Gut gemacht".

    "Im Glück und anderswo" hat Gernhardt seinen Gedichtband überschrieben, und dieses "Anderswo" ist unbedingt in unserer unmittelbaren Gegenwart zu finden. So nah ist Gernhardt dran am Puls der Zeit. Robert Gernhardt hat wieder ein Meisterwerk vollbracht. "Im Glück und anderswo" ist Gernhardts mildes Altesrwerk aus dem Jahr 2002. Bei Amazon kaufen

  • "Später Spagat" von Robert Gernhardt.

    Später Spagat "Später Spagat" ist ein Gedichtband mit den letzten seiner Texte. Dieser enthält seine letzte Lyrik, die Gedichte eines sterbenden Lyrikers: Im Angesicht des nahenden Todes verdunkeln sich die Gedichte des Lichtdichters Robert Gernhardt.

    "Heute schon genial gewesen?
    Nun, das wäre nachzulesen".
    So kennen wir und lieben ihn. Robert Gernhardt hat gelitten und in dieser letzten Zeit mit Hand angelegt an die letzten seiner Texte.
    Sie sind, wie sollte es anders auch sein, mitteilungsfreudig, humorvoll oft und etwas bitter zuweilen. Wie könnte es denn auch anders sein, wenn man gequält wird mit Chemotherapie und dennoch hofft. Und der Tod erscheint uns, in Gestalt und in Wirklichkeit, an sich selbst erfahrbar und an anderen erkennbar.

    So sind seine letzten Gedichte getragen von dem Willen, mitzuteilen und uns nicht zu sehr zu ängstigen, darauf vorzubereiten, was uns allen droht, das Ende, zu beschreiben.

    Er hat seine Komik behalten, hat fast ein freundschaftliches Verhältnis zu seiner Krankheit gefunden. Seine Stilmischung macht es möglich, dass er von seinem Leiden in vollem Ernst reden kann und gleichzeitig eine befreiende Komik hineinzulegen versteht.

    Sein "Später Spagat" ist in seiner befreienden Komik durchaus gelungen. Hier hat er noch einmal den Spagat zwischen listiger Heiterkeit und bitterem Ernst, der zu seiner lyrischen Grundhaltung geworden ist.

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