Samstag, 11. April 2026

Prinz Philip - der König des schwarzen Humors

Prinz Philip


Prinzgemahl Philip, Herzog von Edinburgh und Ehemann der englischen Königin, war landesweit geschätzt und berüchtigt für seinen scharzen Humor.

Sein komischer, aber nicht überall geschätzter, Humor steht in der Tradition des englischen Theaters seit Shakespeares Zeiten, des comic relief,
einer vorübergehenden Flucht aus der Realität zum Zweck der seelischen Erleichterung in Zeiten der Not und des Elends sowie von der Mühsal und Entbehrung des Lebens.

Dienstag, 24. März 2026

Jede Macht fürchtet das Lachen und den Spott

Dario Fo


"Die Macht, und zwar jede Macht, fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott. Sie sind Anzeichen für kritischen Sinn, Phantasie, Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus. Ich bin nicht mit der Idee zum Theater gegangen, Hamlet zu spielen, sondern mit der Ansicht, ein Clown zu sein, ein Hanswurst."

"Clowns reden immer von derselben Sache, sie reden vom Hunger: Hunger nach Essen, Hunger nach Sex, aber auch Hunger nach Würde, Hunger nach Identität, Hunger nach Macht. In Wahrheit stellen sie Fragen darüber, wer beherrscht und wer protestiert."

Dario Fo (1926 - 2016)

Samstag, 7. März 2026

Sportschau und der Ausverkauf eines Sendeformats

Sportsschau

Die Sportschau ist eine Werbesendung mit angeschlossener Sportbericherstattung. Die Pausen zwischen den Werbesendungen werden mit Sportbericherstattung aufgefüllt.

Um den Ausverkauf des Sendeformats zu unterstreichen, haben die Sendungsmacher einen Werbevertrag ausgerechnet mit dem Sportwettenanbieter tipico als Hauptwerbepartner abgeschlossen.

Aber die Werbespirale dreht sich weiter und das Rad des Kommerzes wird weitergedreht, ist doch die totale Kommerzialisierung logisch jedoch längst noch nicht zu Ende gedacht.

Als nächstes wird der grüne Rasen als Werbefläche für Werbepartner sichtbar schattiert werden, danach wird die schwarze Kleidung des Schiedsrichters als Werbefläche genutzt und zuguterletzt wird auch der Fussball als bunter Werbeträger über den grünen Rasen rollen.

Harald Blauzahn sorgt für königlichen Glanz in der Welt des Funks

Portrait des Wikingerkönigs Harald Blauzahn

Harald Blauzahn hatte bekanntlich einen abgestorbenen Zahn, der sich im Laufe seine Lebens blau verfärbte und zu seinem Markenzeichen wurde.

Seine englische Übersetzung verdankt ein Mobilfunk-Standard seinen Namen. und so sorgt der König mit dem blauen Zahn für königlichen Glanz in der schnöden Welt des Funks.

Der Funkstandard Bluetooth, welcher in modernen Mobiltelefonen weit verbreitet ist, wurde nach Harald Blauzahn benannt. Die Open-Wireless-Technologie ist nach Harald Blauzahn benannt, einem dänischen König aus dem zehnten Jahrhundert.

Das Logo zeigt die Initialen HB in Form eines Monogramms der Runen Hagalaz und Berkano.

Freitag, 20. Februar 2026

»Altneihauser Feuerwehrkapell'n« aus Oberpfalz

Altneihauser Feuerwehrkapell'n


Die »Altneihauser Feuerwehrkapell'n« aus der Oberpfalz

schafft seit 20 Jahren das schiere Kunststück,

die in Veitshöchheim versammelten Karnevalisten aus Franken

immer wieder aufs Heftigste auf die Schippe zu nehmen,

ihnen recht ordentlich die Leviten zu lesen -

dabei mit gekonntem Wortwitz den Saal gegen sich aufzubringen,

nicht ohne die Oberpfalz hoch leben zu lassen -

und für diese Darbietungen derben Humors

jedes Jahr auf Neue eingeladen zu werden.

Samstag, 14. Februar 2026

alentin, der alte Rosenkavalie

Der heilige Valentin (Ölmalerei von Leonhard Beck, um 1510)

Und dem Valentin, dem alten Rosenkavalier,

ist just vor dem Blumenladen das 3-Euro-Stück

aus der Hose und dann geradeweg in den Gulli gefallen.

Und so war es für ihn vorbei mit all der Rosenhuberei!

Samstag, 7. Februar 2026

Eddie Edwards - der Skisprungclown

Eddie Edwards

Der Skispringer Eddie Edwards - auch »Eddie the Eagle« genannt - kam als Lachnummer und ging als Legende: Als blutiger Laie mit Schnapsglasbrille und Pferdegrinsen bestieg Michael Edwards 1988 die Skischanze.

Der talentierte britische Skisprungclown erreichte bei seinen Skisprung-Flugversuchen historische Weiten. Bei seinen Flügen begab es sich gar öfters, daß er das frische Tannengrün auf dem eigentlich nicht als Landebereich des Sprunghangs erachteten Teil bei der Landung wegrasierte, so daß das Grün am nächsten Tag höher am Hang wieder angepflanzt werden musste.

Dem wahren Helden des Skisprunghanges war erhöhte Aufmerksamkeit stets sicher. Gerüchten zufolge konnte der Schanzenclown von seinen Flugeinlagen sogar recht gut leben.

Samstag, 24. Januar 2026

ETA Hoffmann - Meister der Schnurrpfeifereien


E.T.A. Hoffmann gilt als ein Meister der Schnurrpfeifereien. Seine Zoten sind legendär. Er wurde vor 250 Jahren am 24. Januar 1776 in Königsberg, Ostpreußen, geboren.

E.T.A. Hoffmann wra ein schwarzer Romantiker, der sich mit künstlicher Intelligenz und den Grenzen des Realen beschäftigte, und dem Sigmund Freud ein frappierendes Wissen um das Unbewusste des Menschen bescheinigte.

E.T.A. Hoffmann war ein Multitalent seiner Zeit: Jurist, Zeichner, Komponist und Dichter. Heute gilt er als Meister des Unheimlichen in der Literatur und als Begründer des modernen Fantasy-Genres. Seine Erzählungen, Märchen und Spukgeschichten sind Pflichtlektüre an den Schulen. Vor 200 Jahren ist E.T.A. Hoffmann mit nur 46 Jahren gestorben.

Dienstag, 6. Januar 2026

Sternsingen ohne den Schwarzen

Die Heiligen Drei Könige

Viele Sternsinger bekommen jetzt mehr Geld, seit der Schwarze nicht mehr beim traditionellen Rundsingen der Dreierbande dabei ist.

Doch viele Rentner haben an der Haustüre ohne Brille gar nicht gesehen, daß der Schwarze gar nicht echt, sondern nur schwarz geschminkt war.

Die Sternsinger sind erleichtert, dachten sie doch, daß das geringe Singgeld an dem Stern lag, der vor der Haustüre zu gering leuchtete.

Samstag, 6. Dezember 2025

Harold Pinter und der Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz

Harold Pinter


Im Dezember 2005 erhielt der englische Theaterregisseur Harold Pinter den Nobelpreis und erstaunte damit die Literaturschaffenden dieser Welt.

Warum er, fragten die einen, war doch sein Höhepunkt des künstlerischen Schaffens längst vorbei. Gute Entscheidung, sagten die anderen. Pinter selbst nahm die Diskussion um seine Person gelassen, denn er war nicht der erste viel diskutierte Preisträger. Man erinnert sich an die umstrittenen Laureaten Elfriede Jelinek oder Dario Fo.

Pinter den Nobelpreis für Literatur mit der Begründung: „Pinter hat in seinen Dramen den Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz freigelegt und ist in den geschlossenen Raum der Unterdrückung eingebrochen“.

Harold Pinter wurde am 10. Oktober 1930 als Sohn eines jüdischen Schneiders im Londoner Arbeiterviertel Hackney im Londoner Eastend geboren.

Montag, 8. September 2025

Der Monarch Franz Josef Strauß

Der Monarch Franz Josef Strauß

Franz Josef Strauß war der letzte deutsche Monarch,

der das Zeitalter der Demokratie noch erleben durfte.

Er war der buchstäblich letzte Monarch,

den sich das bajuwarische Volk als Narren hielt.

Als Monarch setzte er sich schon mal selbst die

Krone als Insignum seiner absolutistischen Macht auf.

Er war ein Absolutist in der Verkleidung eines Demokraten,

denn er hat den Absolutismus zur Regierungsform erhoben.

Sein politisches Gottesgnadentum war der

Ausdruck seinern absoluten Macht.

Das Motto des Sonnengottes aus Bayern lautete stets:
»L'etat c'est moi!«

Er regierte Land und Leute mit Krone und Zepter

und sein Umhang war der Nerzmantel.

Auch in seinem Reich ging die Sonne nie unter,

obwohl sie dort auch nur selten hell geschienen hat.


„Es ist nicht die Krone und das Reich,
was einen König macht.“


Novalis

Samstag, 6. September 2025

Der Monarch Franz Josef Strauß

Der Monarch Franz Josef Strauß

Franz Josef Strauß war der letzte deutsche Monarch,

der das Zeitalter der Demokratie noch erleben durfte.

Er war der buchstäblich letzte Monarch,

den sich das bajuwarische Volk als Narren hielt.

Als Monarch setzte er sich schon mal selbst die

Krone als Insignum seiner absolutistischen Macht auf.

Er war ein Absolutist in der Verkleidung eines Demokraten,

denn er hat den Absolutismus zur Regierungsform erhoben.

Sein politisches Gottesgnadentum war der

Ausdruck seinern absoluten Macht.

Das Motto des Sonnengottes aus Bayern lautete stets:
»L'etat c'est moi!«

Er regierte Land und Leute mit Krone und Zepter

und sein Umhang war der Nerzmantel.

Auch in seinem Reich ging die Sonne nie unter,

obwohl sie dort auch nur selten hell geschienen hat.


„Es ist nicht die Krone und das Reich,
was einen König macht.“


Novalis

Samstag, 30. August 2025

Gutes Parteiprogramm passt auf einen Bierdeckel



Viele Bürger beschweren sich, daß die Parteiprogramme
heutzutage so umfangreich und schwer verständlich sind.

Dabei geht es doch auch einfacher:

Ein verständliches Parteiprogramm passt locker immer noch auf einen Bierdeckel drauf.
Das ist dann leicht lesbar und das versteht auf jeder.

Samstag, 12. Juli 2025

Harry, fahr schon mal den Wagen vor!

Harry, fahr schon mal den Wagen vor!


Der Autovermieter Sixt ist sehr frech und innovativ in seiner Werbung, aber keinesfalls so bieder und langweilig wie viele andere Unternehmen, bei denen der Kunde nach der Werbebotschaft eher kein Produkt mehr kaufen würde, da er mit seinen müden Augen gesehen hat, auf welch langweilige Weise eben dieses beworben worden nist.

Bei Sixt laufen viele Prominente stets Gefahr, ihr Fett früher oder später wegzubekommen. Ob diese kakaogetränkten Promis hinterher tatsächlich noch Autos von Sixt gemietet haben, ist leider nicht bekannt.

Samstag, 28. Juni 2025

Hurra die Postkutsche ist wieder da



»Hurra die Post ist da!« - Doch der Weg zum Ziel der Zustellung wird ein anderer sein.

Die Post muß weiter sparen und daher wird die Post in Zukunft

wieder durch die guten alten gelben Postkutschen ausgefahren,

denn gelbe Postkutschen kosten weniger Unterhalt wie die gelben Postautos

und sehen zudem auch noch schöner aus.

Samstag, 24. Mai 2025

Dante Alighieri - Reiseführer durch die Hölle

Dante Alighieri



Dante Alighieri war Zeit seines Lebens in politische Parteikämpfe verwickelt. Aus diesem Grunde wurde der Fiorentiner 1302 aus seiner Heimatstadt Florenz vertrieben.

1302 wurde Dante staatsfeindlicher Umtriebe bezichtigt und für zwei Jahre aus Florenz verbannt, sämtlicher Ämtern enthoben und zu einer Geldbuße verurteilt. Als er das Urteil nicht anerkannte, wurde er zum Tode verurteilt.

Dante Alighieris »Göttliche Komödie«, entstanden ab 1307, kann als Gründungsdokument und erster Höhepunkt der italienischen Dichtung gelten. Erzählt wird eine Jenseitsreise, die von der Hölle über das Fegefeuer bis ins Paradies führt. Besonders packend sind die Schilderungen der Hölle, in der sich greinende Sünder tummeln.

Vergil

Als Dante in einer tiefen Lebenskrise steckte, kam ihm Vergil zur Hilfe. Der Dichter der römischen Antike schlug ihm eine Reise durch das Jenseits vor, um auf diese Weise einen Einblick in die Sinnzusammenhänge des Universums zu bekommen. Dante erfand gleich neun Kreise der Hölle, deren Durchschreitung er in seiner Dichtung aus Rache er beschrieb. So wurde Dante zum Reiseführer durch die Hölle.

Little Joe und Hoss auf Kuhfang



Little Joe und Hoss haben sich mit einem Kuhfänger auf den Weg in den Wald gemacht, um die entlaufene Kuh wieder nach Hause zu dem Besizer zuholen. Sie waren weit in den Wald geritten, als sie das erste Muhen der Kuh vernahmen. Dem Muhen der Kuh folgend, ritten sie langsam in unwegsamem Waldgelände voran, bis sie zu der Lichtung kamen, wo die Kuh einsam und verlassen unter grünendem Tann stand.

Little Joe und Hoss baten den Kuhfänger, das entlaufene Tier, das seiner Scheckung nach dem Bild der entlaufenen Kuh zu entsprechen schien, mit dem Lasso einzufangen und der Kuhfänger tat, wie ihm aufgetragen. Schnell hing die Kuh fest verzurrt am Lasso und zu viert trotteten sie gemeinsam aus dem grünenden Wald.

Doch schon unterwegs im Wald überkamen Hoss ernsthafte Zweifel, daß das eingefangene Tier tatsächlich der entlaufene Kuh entsprechen würde. Hoss sagte zu Little Joe: "Ist diese Kuh auch tatsächlich die, welche wir einfangen sollten?" Darauf antwortete Little Joe zu Hoss: "Es wird wohl die Kuh gewesen sein, welche dem Bauern entlaufen ist, aber Hoss, du weißt doch, daß ich farbenblind bin!"

Nun blickte Hoss nochmals auf die hinter ihm hertrabende Kuh, wobei seine Zweifel nicht wirklich zerstreut werden konnten. Hoss sagte Little Joe: "Ach komm, wir bringen jetzt die entlaufene Kuh dem Bauern auf seine Farm zurück. Wenn der auch farbenblind ist, wird es wohl kein Problem geben und wir kriegen für unsere Mühen noch einen ehrlichen Finderlohn, der uns zusteht!"

Donnerstag, 22. Mai 2025

Heinrich VIII. - englischer Abzählreim

Heinrich VIII. - König, Tyrann, Idol


Heinrichs Leben ist seit Jahrhunderten häufiger Gegenstand populärer Geschichtsdarstellung,
wovon unter anderem die andauernde Bekanntheit des englischen Abzählreims zeugt,
der das Schicksal der sechs aufeinanderfolgenden Ehefrauen nennt:


“Divorced, Beheaded, Died,
Divorced, Beheaded, Survived.”


„Geschieden, geköpft, gestorben,
geschieden, geköpft, überlebt.“


Es ist herrlich, ein Narr zu sein

Es ist herrlich, ein Narr zu sein, wenn man klug ist.

Elias Canetti

Montag, 12. Mai 2025

Räuber Matthias Kneißl geboren


Räuber Matthias Kneißl wurde vor 150 Jahren am 12. Mai 1875 im Dachauer Land geboren. Er war der bayerische Robin Hood. Mutig und unverdrossen hat er sich gegen Ungerechtigkeiten und Obrigkeiten aufgelehnt und ist so weit über die Region hinaus zur Legende geworden.

Mit 17 Jahren wurde er von seinem Bruder in einen Schusswechsel mit der Polizei hineingezogen und musste für fünf Jahre ins Zuchthaus. Danach wollte er mit seiner Hilde nach Amerika auswandern.

Die Voreingenommenheit der Mitmenschen gegen den „Zuchthäusler“ verhinderten, dass er nach seiner Entlassung Arbeit fand. Um trotzdem das nötige Geld für die Überfahrt zu bekommen, lässt er sich auf einen Raubüberfall ein.
Die Tat flog auf und Kneißl musste fliehen. Seine Schläue und Gewitztheit erwiesen sich dabei als hilfreich. Sie brachten ihm den Respekt und die Unterstützung der Landbevölkerung ein.

Um aus einem Versteck fliehen zu können, schoß Mathias auf die Beine zweier herbeieilender Ordnungshüter. Dabei traf er sie so unglücklich, dass sie verbluteten. Ein Großaufgebot an Gendarmerie suchte mehrere Monate vergebens nach dem Flüchtigen.

Im März 1901 erstürmten 150 Mann sein Versteck. Mathias überlebte schwer verletzt, ihm wurde nach mehreren Monaten im Krankenhaus der Prozess gemacht.

Beharrlich leugnete Kneissl jegliche Tötungsabsicht, doch der Staatsanwalt forderte die Todesstrafe. Das Todesurteil kommentierte er mit „d´Woch fangt ja scho guat an“.

Am 21. Februar 1902 wurde Mathias Kneißl hingerichtet. Wäre das Urteil anders ausgefallen, wäre Mathias Kneißl heute vermutlich vergessen.